1.PREIS WETTBEWERB Fohlenhof

Ein parallel zu den bestehenden Stallungen errichteter, länglicher Baukörper bildet das städtebauliche Rückgrat für den als Konglomerat von Gebäuden wirkenden Fohlenhof und grenzt das benachbarte Schloss Wagrain ab .Der fast als Solitär in Erscheinung tretende 2-geschossige Bauteil mit zentral situiertem Museum und Verwaltung definiert die Außenräume der Plätze und zur Koppel neu, der neue Vorplatz hat aufgrund der gegebenen Zufahrten in etwa das Niveau des bestehenden Spielplatzes. Die nordwestlich situierten Stallungen werden im 1.Geschoss über eine nordseitige, überdachte Rampe erschlossen, das Zurücksetzen des Obergeschosses gewährleistet weiterhin eine gute Belichtungssituation des bestehenden Stallgebäudes und schränkt die Ausblicke des benachbarten Grundstückes nur minimal ein.
Die neue Reithalle wird zur optimalen Anbindung des Vorplatzes um 1m abgesenkt und löst die unbefriedigende Böschungssituation des Haupteinganges mittels einer zugeschalteten, überdachten und behindertengerechten Rampe, mit der auch die offene bzw mit Windnetzen ausgestattete Lamellenfassade abschließt. Für Großveranstaltungen kann beim Eingang ein Ticketschalter vorgesehen werden, die Wand neben der Rampe bietet eine Präsentationfläche für den Fohlenhof.
Der Besucherstrom wird über die Rampe zum Vorplatz geführt, der vom ebenerdig zum Platz angeordneten Verwaltungsgebäude aus gut einsehbar ist.

Der Platz funktioniert als Verteiler für Museum, Verwaltung, Kartenverkauf, Nummernausgabe und Zugänge Reithallen sowie als Aufenthaltsort mit bestehendem Kinderspielplatz, sämtliche Warte-und Erschliessungsbereiche sind überdacht. Die Haflingerpferde als eigentliche Attraktion des Anwesens sind durch die zum Platz orientierte Koppel im Westen stetig präsent.

Funktionen

Die Stallungen werden 2-geschossig angelegt, der Einbau einer Breitschieber-Entmistung ist optional möglich, im 1.Obergeschoss ist eine Öffnung für den Mistabwurf vorgesehen. Die Stallgasse bleibt bis zu einer Höhe von ca. 3.00 m befahrbar, tiefe Vordächer schützen Pferd und Reiter vor dem Ausritt und beim Gang zur allgemein einsehbaren, zentral situierten Sattelkammer mit Putzplatz vor Regen, das Vordach des bestehenden Stalles wird nach Westen und Norden verlängert und garantiert eine gute Belichtung und Belüftung sowie die erforderliche Überdachung von Rampe und Stallgasse.
Die Verwaltung ist dem Vorplatz zugeordnet, die Ausgabe der Nummern erfolgt über die öffenbare Fassade. Für die Mitarbeiter steht bei der überdachten Durchfahrt ein eigener Zugang mit zugeschalteter Garderobe zur Verfügung.
Das Museum wird als Attraktion zentral situiert und ist direkt oder über die Treppe vom Vorplatz zugänglich. Angedacht wird neben der Dauerausstellung eine multifunktionale Nutzung, z.B als Eventraum mit der Möglichkeit, das Dach auch als Aussichtsterrasse zu verwenden. Die Ausführung ist als Kaltraum geplant.
Die neue Reithalle ist durch die Rampenführung mit einem überdachten Eingangsbereich für Zuseher versehen, über der Rampe ist ein zusätzliches Lager angelegt und optional ein Tribünenausbau sowie Kojen für Preisrichter etc. möglich. Die Fassade wird mit Holzlamellen und dazwischen eingespannten, transparenten Windnetzen ausgeführt.
Der Blick auf das Kaisergebirge und die Wallfahrtskirche St.Nikolaus bleibt durch das 2-achsig geneigte Pultdach erhalten.
Die Mitarbeiterwohnungen werden im Bestandsgebäude ausgebaut, dieses bleibt zur Erinnerung an die Gründung des Hofes vollständig erhalten.

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