Veranstaltungszentrum FoRum                 österreichischer Aluminium-Architektur-Preis

Das FoRum ist das multifunktionale Veranstaltungszentrum der Marktgemeinde Rum in unmittelbarer Umgebung von Kirche, Friedhof und Gemeindeamt. Städtebaulich fügt es sich mit maßstäblich angepassten Kubaturen in die dörfliche Umgebung ein und fasst mit dem nördlich situierten Geschäftstrakt, dem östlichen Veranstaltungsgebäude und dem südlich gelegenen Cafe den neuen Rathausplatz mit bodenbündigem Springbrunnen und überdachter Tribüne. Das unter Denkmalschutz stehende, sanierte und behindertengerecht erweiterte Gemeindehaus steht als Solitär auf dem Platz. Dieser liegt auf Straßenniveau und ermöglicht einen barrierefreien Zutritt zu Veranstaltungszentrum und Gemeindeamt. Zur Dörferstraße wird das Forum durch den nach allen Seiten Durchblicke gewährenden Glaskubus des neuen Cafes abgeschlossen.

Das Veranstaltungszentrum beinhaltet einen teilbaren großen Saal, einen Seminarraum, Bühne, Foyer, Küche, Trauungssaal und Nebenräume. Jeder Saal, der Garten sowie das Cafe können mit eigenem Zugang und zugeordneten WC-Gruppen getrennt genutzt werden, Cafe und Küche bedienen Säle, Foyer, Platz und Garten. Im Kellergeschoss befinden sich die durch das Straßengefälle ebenerdig zufahrbare Tiefgarage mit 81 Stellplätzen, Probebühne, Künstlergarderoben, Technik, Lager sowie Nebenräume für die Küche und eine von innen und außen zugängliche Kellerbar. Platz, Garten, Gemeindehaus und Friedhof sind direkt von der Tiefgarage erreichbar.

Die Bühne ist gegenüber Saal und Platz erhöht und kann zu beiden Seiten hin bespielt werden.

Das über die gesamte Saalbreite verglaste und automatisch versenkbare Bühnentor ermöglicht den Blick durch das Veranstaltungszentrum bis zum Garten. Die Umstellung der Bühne von aussen nach innen erfolgt durch die speziell entwickelte Senkfront innerhalb von Minuten und ermöglicht den Betreibern eine sehr vielseitige und wetterunabhängige Nutzung des gesamten Veranstaltungsbereiches. Nach Osten ist das FoRum über große Schiebeelemente und Türen öffenbar und zum Garten hin begehbar.

In der Materialisierung ist das Herzstück des Objektes ,der große Saal mit Bühne, innen und außen als (klingender) Holzkörper formuliert, der Zubau des Bestandes ist mit einer transluzenten Aluminiumgitter-Glas-Fassade ausgeführt, die im Neubau seine abstrahierte Fortsetzung findet und mit dem Glaskubus des Cafes, der Holzverkleidung des Saals und den Blechpaneelen des Foyers im Gesamtkomplex eine architektonische und funktionelle Einheit bildet.

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